Sonderausstellung | 19.10.2015 – 31.01.2016

Die Kunst des Aufbewahrens

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Als institutionelle Einrichtung wie auch als Metapher versinnbildlicht das Archiv Prozesse wie Verbergen und Entdecken, Bewahren und Vernichten, Erinnern und Vergessen. Es verbirgt Geschichte(n) und bringt sie zugleich hervor. Damit verknüpft es Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Aber wie funktioniert das? Was wird in welcher Gestalt und unter welchen Bedingungen erhalten und was nicht? Welche Erinnerungen bleiben im kollektiven Gedächtnis präsent, welche geraten in Vergessenheit? Die Ausstellung berührte diese Fragen, ohne jedoch erklärende Antworten geben zu können. Ziel war es vielmehr, für derartige Kontexte zu sensibilisieren. Schlaglichtartig beleuchtete sie alltägliche Handgriffe und Arbeitsvorgänge, die mit dem Archiv in Verbindung stehen. Der Fokus lag auf Themenbereichen, die den Stichworten Bewahren, Dokumentieren, Sammeln und Erkunden gewidmet waren. Die Bild-, Schrift- und Tonträger aus dem Archiv der Draiflessen Collection wurden dabei in Dialog mit künstlerischen Positionen gesetzt. Gezeigt wurden Arbeiten von Candida Höfer, Julian Rosefeldt, Arnold Dreyblatt, Gianfranco Baruchello, Hans-Peter Feldmann, Bernd und Hilla Becher, Hannah Höch und Kurt Schwitters sowie Mariana Castillo Deball. Unterstützt durch filmische und digitale Medien lud die Ausstellung so zu ästhetischen Erfahrungen ein, die das Archiv als moderne und innovative Ausdrucksform, als Grenzgänger zwischen Verwaltung und Kunst begreifbar machen sollten.

Cover kda
| © Draiflessen Collection, Mettingen

Besucherstimme

Es ist Ihnen gemeinsam gelungen, eine in jedem Detail intensiv ansprechende Ausstellung zu schaffen, die Sie facettenreich und interessant in Szene gesetzt haben. Für uns alle war es eine sehr große Bereicherung diese Ausstellung betrachten zu können ... Ihren gewollt – gewünschten ,Spagat' zwischen Kunst und Archiv zu spielen ist vollständig gelungen! Die technisch eingesetzten Raffinessen sind das i-Tüpfelchen der Ausstellung!

Pressestimme

Der Blick auf das Material aus dem Keller und der Umgang mit ihm ist voller Facetten, gleichermaßen fantasieanregend wie interessant. Dr. Jörg Bockow, in: kontur. Das Kunstmagazin für die Region, Winter 2015

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