MAIN SPACE | 08.05.2022 – 31.07.2022

DIE KUNST DER WIEDERHOLUNG

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Fragen wir nach Wert und Bedeutung eines Kunstwerks, spielen seine wissenschaftliche Erforschung, sein zeitlicher Kontext sowie die öffentliche Anerkennung eine wesentliche Rolle. Wie aber sehen unsere Kriterien und Maßstäbe bei Werken aus, die diejenigen kopieren, die im „Original“ jemand anderes geschaffen hat? Die Ausstellung zeigt Gipsabgüsse, Gemäldekopien, Grafiken und Architekturmodelle aus dem 19. Jahrhundert, die unterschiedliche Perspektiven auf diese Frage zulassen.
An Beispielen wie den überlebensgroßen Gipsabgüssen der Venus von Milo, des Torsos vom Belvedere oder auch Louis Castellis monumentaler Gemäldekopie nach Raffaels Sixtinischer Madonna wird  untersucht, inwieweit die Reproduktionen eines Werks dazu anregen, Werte wie Originalität, Herkunft und Autorschaft neu zu überdenken. Lässt sich die Bedeutung eines Werks nicht sogar gerade über vielfältige Ketten von Wiederholungen ausmachen? Spielt es bei einer ersten Begegnung mit einem Werk überhaupt eine Rolle, ob es sich um ein Original oder um eine Kopie handelt?

Hauptleihgeber ist das Lindenau-Museum Altenburg. Dessen von Bernhard August von Lindenau angelegte Sammlungen sind ein beeindruckendes Beispiel jener Praxis, in der Originale, Kopien, Abgüsse und Modelle zusammen präsentiert wurden.

Bildnachweis: Torso vom Belvedere ergänzt als sinnender Aias, © Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek, München, Gestaltung: Carmen Strzelecki, Köln 
Die Kunst der Wiederholung | © Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München, Gestaltung: Carmen Strzelecki, Köln

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