STUDIENSAAL | 26.11.2025 – 26.04.2026
DER TEUFEL
Mythos, Macht, Mysterium
Keine andere Gestalt hat im Christentum gleichermaßen Schrecken und Faszination ausgelöst wie der Teufel. Jahrhundertelang fürchteten die Gläubigen, er und seine Dämonen würden als Gegenspieler Gottes jederzeit versuchen, Unordnung in die Welt zu bringen. Nur der Teufel konnte als Verursacher von Naturkatastrophen, Erdbeben und Seuchen gelten. Zudem war es ihm allein möglich, unverhofft an jedem Ort zu erscheinen, um die Gläubigen in Versuchung zu führen. Diese Versuchungen des Teufels haben in der Christenheit eine Vielzahl von Erzählungen hervorgebracht, die bei den Menschen vor allem eines nährten – die Furcht vor ewigen Höllenqualen. In der christlichen Kunstgeschichte findet sich nur wenig Gestaltungsfreiraum für die Darstellung religiöser Figuren. Zu genau hatten die Bibel und populäre Heiligenerzählungen die Vorstellungen von ihnen geprägt. Umso überraschender ist es, dass das Aussehen des Teufels als eine der wirkmächtigsten Figuren des Christentums in der Bibel nicht näher beschrieben wird. Dadurch entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte die fantasievollsten Darstellungen des Teufels, seiner Diener und der Hölle.
Die Ausstellung im Studiensaal beleuchtet die Veränderungen und Vielfalt des Teufelsbildes im Laufe der Zeit und wirft einen Blick auf die Bedeutung des Teufels und der Hölle für das Christentum. Sie geht der Frage nach, wie sich populäre Vorstellungen wandelten und wie das Bild des Teufels genutzt wurde, um unliebsame Gegenspieler oder Gruppen zu verteufeln.
Die Ausstellung im Studiensaal beleuchtet die Veränderungen und Vielfalt des Teufelsbildes im Laufe der Zeit und wirft einen Blick auf die Bedeutung des Teufels und der Hölle für das Christentum. Sie geht der Frage nach, wie sich populäre Vorstellungen wandelten und wie das Bild des Teufels genutzt wurde, um unliebsame Gegenspieler oder Gruppen zu verteufeln.

Philips Galle (nach Maarten van Heemskerck), Satan bestraft Hiob mit Geschwüren, 1563 (Detail)
| © Draiflessen Collection, Mettingen, Foto/photo: Stephan Kube