18.03.2020

Was ist Hoffnung?

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Der Titel unserer Ausstellung HOFFNUNG gibt das Motto dieses Blogbeitrags vor, mit dem wir uns, aber auch unseren Besucher*innen die Frage stellen: 

Was bedeutet für dich Hoffnung? 
Die Antworten posten wir und sammeln sie hier. Namen veröffnetlichen wir ausschließlich auf Wunsch!
Macht doch gerne mit – entweder per E-Mail an info@draiflessen.com oder nutzt die Kommentarfunktion.

06.04.2020
Erst in der Krise wird man sich der Bedeutung vieler Dinge bewusst wie etwa auch die Leistung(en) unserer Ärzt*innen, Pfleger*innen und Verkäufer*innen. Dank an all jene, die unseren Alltag derzeit am Laufen halten.

Meine Hoffnung liegt darin, dass diese systemrelevanten Berufe über die Krise hinaus mehr Anerkennung erhalten. Schließlich bilden sie das Fundament unserer Gesellschaft. 

03.04.2020
Ist Hoffen wie Wünschen oder Wünschen wie Hoffen? Für mich ist das irgendwie dasselbe, wenn ich wünsche, dann hoffe ich auch und umgekehrt. Das fängt schon morgens mit meiner Tasse Kaffee an, ohne die ich nicht das Haus verlasse (obwohl ich derzeit drinnen bleibe). Diese Zeit der Ruhe zum Tagesbeginn brauche ich für mich.

Dann bin ich ganz bei mir und hoffe, dass es ein schöner Tag wird. Dann nehme ich Wünsche mit, ganz kleine, auch große und manchmal sind auch Wünsche dabei, die ganz alltäglich oder banal erscheinen. Jedenfalls hoffe ich dann, dass sie in Erfüllung gehen.  

01.04.2020
Im Moment des Hoffens kann ich gut loslassen, dann habe ich die Zuversicht, dass sich doch irgendwie alles zum Guten entwickelt.

31.03.2020
Ich kann wenig machen, wenn ich hoffe, dass meine Eltern lange gesund bleiben. Vieles worauf ich hoffe, liegt außerhalb meiner Möglichkeiten und Kräfte. Und trotzdem hoffe ich! Ich kann nicht anders, als zu hoffen und zu glauben, dass alles gut sein wird und bleibt.

Und doch weiß ich: Je mehr mich meine Hoffnung stärkt, umso niederschmetternder und schmerzhafter kann die Enttäuschung werden, wenn meine Erwartungen nicht erfüllt werden. Für mich ist die Sache mit der Hoffnung keine einfache und schon gar nicht nur eine positive.

30.03.2020 Regenbogen der Hoffnung
Heute haben wir einen sehr schönen visuellen Beitrag zum Thema bekommen, vom Mettinger Martin-Kindergarten:

Regenbogen
Regenbogen der Hoffnung | © Martin-Kindergarten, Mettingen

27.03.2020
Bis zu einem gewissen Grad kann ich meine Hoffnung aktiv unterstützen und ihr zum Erfolg verhelfen. Wenn ich zum Beispiel hoffe, bei einem Laufmarathon gut mithalten zu können, trainiere ich regelmäßig vorher. Oder umgekehrt: Wenn ich mich gesund ernähre, hoffe ich, nicht krank zu werden.

26.03.2020
Ich verbinde Hoffnung mit Warten. Warten darauf, dass banale oder auch bedeutende Dinge für mich oder meine Liebsten sich gut ereignen oder positiv ausgehen. Dieses Warten kann mich mit Vorfreude aber auch mit Ungeduld oder Angst erfüllen. 

25.03.2020
Hoffnung ist für mich, ins Gesicht meines frisch geborenen Neffens zu schauen.
Die Ruhe und das Urvertrauen dieses kleinen Wesens zeigt mir, dass die Welt sich trotz der aktuellen Zustände weiter dreht und es auch wieder Grund zu lachen geben wird.

24.03.2020
Für mich stirbt die Hoffnung tatsächlich zuletzt – wie es das Sprichwort schon sagt. Und entgegen des berühmten Satzes aus dem Korintherbrief ist für mich auch nicht die Liebe die Größte unter ihnen, sondern es ist die Hoffnung, ohne die für mich nichts geht.

Die Hoffnung lässt einen stark sein und gibt Sicherheit, Vertrauen, Mut, Durchhaltevermögen. Sie lässt einen Größeres schaffen, motiviert, macht handlungsfähig, zuversichtlich, ein bisschen traumtänzerisch. Nichts scheint verloren, unerreichbar oder undenkbar. Alles ist MÖGLICH! Selbst Wunder. Hauptsache man ist mit dem Herzen dabei.

23.03.2020
Wenn ich über Hoffnung nachdenke, dann fühle ich ... dieses Gefühl spiegelt Zuversicht, Geborgenheit und Sinn. Es ist der helle Streif am dunklen Himmel, ein Lichtblick, vielleicht auch das Licht am Ende des Tunnels, was mich hoffen läßt. Aber es schwingt auch viel Unsicherheit mit, keine Hoffnung mehr haben zu dürfen. Hoffen bedeutet Besserung, aber wovon genau?

Im Zustand des Hoffen kann die Ausgangssituation oft schlecht sein. Grundsätzlich finde ich das Gefühl des Hoffenkönnen positiv, auch wenn ich dabei an die oftmals hoffnungslosen Situationen vieler Menschen denken muss wie Armut, Krankheit und Krieg. Für viele Menschen erfüllt sich nicht das Geheiss - ein Hoffen auf das Unmögliche. Das macht mich doch irgendwie traurig. Zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit verläuft eben ein schmaler Grat.

22.03.2020
Wenn wir physisch Abstand nehmen sollen, dann müssen wir virtuell zusammenrücken - das ist für mich die Hoffnung auf ein besseres, ehrlicheres Internet mit mehr Qualität. Die Situation setzt viele kreative Ressourcen frei, gerade Kulturschaffende entdecken nun (noch mehr) die digitale Welt, um sich auszudrücken und mit der Gesellschaft auszutauschen.

Das lässt doch hoffen, denn ohne Kultur gibt es eine Gesellschaft ohne Identität und damit ohne Werte. Die vielen neuen Beiträge setzen ein Zeichen dagegen.

21.03.2020
Für mich persönlich finde ich den Satz ganz passend „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Ich hoffe sowohl in Situationen, in denen etwas nicht gut läuft, es jemandem schlecht geht etc., dass sich die Situation bessert. Genauso hoffe ich aber in „positiven und freudigen“ Situationen. Ich hoffe, dass alle Spaß haben auf meiner Geburtstagfeier oder dass das Bewerbungsgespräch positiv verläuft etc.

Hoffnung ist immer noch etwas stärker als der Glaube (ich bin jetzt auch nicht gläubig aber trotzdem). Beispiel: Ich glaube nicht, dass die Menscheinheit allein durch guten Willen und Verzicht etc. die Problematik mit dem Müll und dem Plastik in den Griff bekommt, aber ich hoffe das neue Innovationen oder meinetwegen auch auf die Politik, das schaffen.

Bei der Hoffnung steckt für mich fast immer noch eine Aktivität hinter, etwas was man selbst mitbestimmt kann. Ich hoffe, dass das was ich gemacht habe/ tun werde etc. gut ist.

20.03.2020 Frühlingsanfang!
Wie schnell und oft man die Wörter „Hoffnung“ oder öfter noch das Wort „hoffentlich“ in den Mund nimmt, ist mir tatsächlich in den letzten Wochen vor der Eröffnung der Ausstellung „Hoffnung“ aufgefallen: Hoffentlich wird alles früh genug fertig, hoffentlich wird das Museum nicht geschlossen, hoffentlich wird niemand von Corona infiziert, hoffentlich dauert dieser Zustand nicht zu lange, hoffentlich werden die Menschen, die jetzt über ihre Kräfte hinaus arbeiten müssen nicht krank, hoffentlich bleibt alles friedlich, hoffentlich ist der wirtschaftliche Schaden nicht zu groß, hoffentlich lernen wir Menschen aus dieser Situation …

Mir kommt es so vor, als wäre das Wort „Hoffnung“ in diesen Tagen das Wort, das uns durchhalten lässt. Und dann denke ich an die Menschen, die diese Tage in einem Flüchtlingslager erleben, da ist die „Hoffnung“ das einzig Positive.

19.03.2020
Ohne Hoffnung verliert das Leben seinen Sinn. Die Hoffnung lässt uns schlechte Phasen durchstehen und gibt uns die notwendige Energie zum Handeln.
Der Frühling war schon immer meine Lieblingsjahreszeit. Wenn nach der langen dunklen und grauen Zeit die Pflanzen austreiben und sich die Luft mit Düften füllt, dann fühle ich mich, wie viele andere auch, besonders hoffnungsvoll und lebendig. Es ist jedes Mal eine kleine Wiedergeburt, ein Neuanfang. Oh je, ist das kitschig!

Bei dem Thema Hoffnung muss ich auch an die Parabel mit den beiden Mäusen denken, die in einen Topf Sahne fallen. Während die eine schnell aufgibt und ertrinkt, strampelt die andere solange weiter, bis aus der Sahne Butter geworden ist und sie hinausklettern kann. Die Hoffnung auf ein Überleben hat der zweiten Maus das nötige Durchhaltevermögen gegeben.

Hoffnung kann mich aber auch lähmen, wenn ich in einer schlechten Situation verharre, weil ich die Hoffnung habe, dass sie sich irgendwann schon bessern wird. Von daher kann es für eine positive Veränderung auch notwendig sein, seine Hoffnung zu begraben
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Hoffnung ist ein unerwartetes Lächeln an einem sorgenvollen Tag.

18.03.2020
Hoffnung ist, ...  „dass das WIR gewinnt“
Hoffnung ist, ... dass wir uns wieder mehr daran erinnern und danach handeln,  was wirklich wichtig ist.
Hoffnung ist, ... Wärme, Liebe und Zuversicht für alle Menschen.
Hoffnung ist,  ... dass es doch gelingt, die Welt zu einem gerechten Ort umzuwandeln: generationengerecht, umweltgerecht und mitweltgerecht.
Hoffen wir zusammen,  dass alle besonnen bleiben, wir gemeinsam gut durch die Krise kommen und danach demokratisch gestärkt daraus hervorgehen.
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Hoffnung ist das positive Hinschauen, Hinhören und das Mitdenken auch für andere.
Hoffnung fühlt man in  kleinen Dingen, vielleicht im Blick eines Kindes, bevor dieser erneut der Puppe gilt. 
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Hoffnung ...
… bedeutet, nach vorne zu blicken
… ist die Zuversicht, dass es sich alles finden wird
… ist der Glaube an den Sinn in Allem

Was ist hoffnung
Was ist Hoffnung? | © Draiflessen Collection

Comments

20.03.2020 - 17:18
Philipp
Vielen Dank für diesen wunderschönen Blog
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